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Warum bist du nicht glücklich? – Teil 3

Warum bist du nicht glücklich? – Teil 3

Es war doch schon immer so gewesen, warum sollte ich etwas ändern?

„Meine Oma hat so schon gelebt, meine Mutter hat so gelebt und jetzt lebe ich genauso!“. „Das war halt immer schon so gewesen“, „Warum sollte es schlecht sein?“.

Manchmal wächst man in einem Gefüge auf, wo man Dinge einfach hinnimmt. Es scheint, dass das ganze Leben schon vorgegeben ist. Meistens ist in einem Mehrfamilienhaus der Fall. Also wenn mehrere Generationen unter einem Dach leben. Da wachsen die Töchter in die Schuhe der Mutter und die Söhne in die Schuhe des Vaters hinein. Vielleicht wird ein Familienbetrieb übernommen oder es gibt eine klassische Rollenverteilung. Die Großmutter hat das Regime unter ihrer Fuchtel und gibt den Ton an.

Für den ein oder anderen kommen diese Sätze vielleicht etwas übertrieben. Aber es gibt tatsächlich viele Haushalte, wo das Leben in ganz strengen Strukturen für jeden, der unter diesem Dach lebt, vorgegeben wird. Da bleibt keine Zeit für eigene Bedürfnisse. Was sind da schon eigene Bedürfnisse oder eigenes Glück? Da wird überhaupt nicht drüber gesprochen. Und oftmals wissen die Betroffenen gar nicht, dass es auch ein anderes Leben gibt. Man stellt dieses Leben auch nicht in Frage, denn es war immer schon so gewesen und wird auch immer so bleiben. Und wenn es dann mal einen Nachkömmling gibt, der sich nicht in solch ein System reinquetschen lassen möchte, dann wird er gleich als Außenseiter, Ausgestoßener, Abtrünniger abgetan. Teilweise werden solche Rebellen auch von der Familie ausgestoßen.

Aber ganz oft ist es so, dass wenn ein Familienmitglied versucht, ein bisschen mehr in eine andere Richtung zu denken, gleich wieder zurechtgewiesen wird und es sich dann meisten der Mehrheit fügt. Eine eigene Meinung darf man nicht haben. Man nimmt dann sein Leben so hin, ist dankbar dafür, eine Familie zu haben und macht weiter. Das eigene Leben ist tief verankert mit den Pflichten der Gemeinschaft. Und wenn man in solch einem Gefüge aufwächst, dann hinterfragt man oft auch nicht dieses Leben. Man kennt nichts anderes, der Alltag ist Gewohnheit. In der Familie haben alle davor so gelebt und warum sollte es für einen selbst dann nicht passen.

Das hört sich alles so ein bisschen nach einer ganz anderen Zeit, nach einem anderen Jahrhundert an. Passiert aber leider immer noch viel zu oft.

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