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Frühjahrszeit = Fastenzeit

Der Frühling kommt, die Fastenzeit ist da!

Gerade im Frühjahr finde ich eine Fastenkur, insbesondere das Saftfasten, als eine wunderbare Methode, den Körper zu entgiften und zu entschlacken.

Wie Fastet man optimalerweise?

Ein Fasten sollten ersteinmal damit beginnen, dass man sich mit dem Fasten und der Art des Fastens beschäftigt. Denn je mehr man darüber weiß, desto besser kann man in bestimmten Situationen während des Fastens reagieren. Das beruhigt und man kann mit einem guten Gefühl das Fasten starten. Schön ist auch, wenn man Menschen findet, die einen in dieser Zeit begleiten. Entweder machen sie gleich mit beim Fasten oder können mental unterstützen. Denn nichts ist schwieriger, wenn man sich während eines Fastens an einen vollgedeckten Tisch setzen und anderen beim Essen zusehen muss.

Wenn man sich über das Fasten schlau gemacht hat, die für sich richtige Methode herausgefunden hat und sein Umfeld dafür sensibilisiert hat, dann kann es auch schon losgehen!

Tag 1: Entlastungstag

Der erste Tag einer Fastenkur sollte der Tag sein, an dem du deinen Körper von innen reinigst. Genauer gesagt, deinen Darm reinigst. Ich kenne viele, die das mit Glaubersalz machen, also Glaubersalz in Wasser auflösen und auf ex trinken. Das regt den ganzen Magen-Darm-Trackt an und eine Toilette sollte da für die nächsten Stunden nicht weit entfernt sein. Ich selbst bin nicht so sehr ein Freund von Glaubersalt. Das ist mir ein bisschen zu radikal. Ich bevorzuge lieber ein Klistiergerät und mache Einläufe. Am ersten Tag kann man schon so 2-3 Einläufe machen. Es kommt ganz darauf an, wie du dich in den letzten Jahren ernährt hast und wie oft du schon Einläufe gemacht hast. Wenn du dich überwiegend rohköstlich ernährst und in regelmäßigen Abständen Einläufe machst, dann reicht am ersten Tag deines Fastens auch ein Einlauf.

Für all diejenigen unter euch, die noch nie einen Einlauf gemacht haben, schaut einfach mal im Internet nach Anleitungen und kauft euch in der Apotheke ein Klistiergerät. Das Wasser des Einlaufs sollte meiner Meinung nach ca. 42 Grad haben. Alles was darunter liegt, reinigt den Darm nicht richtig. In den meisten Anleitungen wird eine Temperatur von um die 37 Grad empfohlen, was bisschen wenig ist, wie ich finde. Mit der Zeit wirst du hierzu aber deine eingenen Erfahrungen machen, was das beste für dich ist.

Beim ersten Einlauf wird das eingeführte Wasser auch noch nicht deinen gesamten Darm durchspülen. Das Wasser geht immer nur so weit, wie der erste Widerstand auftritt. Daher ist es sinnvoll, die Einläufe zu wiederholen. Man merkt auch während des Einlaufs, wie weit das Wasser im Darm vorangekommen ist und wenn du dir mal ein Anatomiebild des Dickdarms vor Augen hälst, dann wirst du gut abschätzen können, wieviele Einläufe du noch brauchst, um tatsächlich den ganzen Dickdarm entgiften zu können.

Das Wasser, das du für den Einlauf verwendest, sollte zuvor abgekocht sein. Also nicht direkt Leitungswasser verwenden. Als Zusätze in das Wasser gibt es viele Möglichkeiten. Mein Favorit ist Borax! Damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht. Pro Liter nehme ich 1 EL Borax. Gut geeignet sind auch 100% natürliche Seifen wie z.B. Olivenseife. Bitte achte hier, dass es tatsächlich Bio ist und zu 100% natürlich. Man kann auch z.B. mit Bentonit (2 EL/ Liter Wasser) die Einläufe machen. Bentonit absorbiert Gifte aus dem Darm, verbessert das Darmmilieu und fördert die Genesung einer gesunden Darmflora.

Übrigens kann man einen Einlauf nicht nur als Start für ein Fasten machen. Hier sind ein paar Gründe, wann ein Einlauf sinnvoll ist:

  • wenn die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten ist, z.B. nach Antibiotikagabe oder einer Fehlernährung, aber auch bei Stress
  • wenn die Nährstoffe aus der Nahrung nicht gut aufgenommen werden und die Vitaminversorgung nicht mehr optimal ist
  • bei Gär- und Fäulnisprozessen (also wenn man oft pupsen muss)
  • bei Bakterien- und Pilzbefall der Darmschleimhaut
  • bei Allergien und Autoimmunreaktionen
  • bei Fieber und fiebrigen Erkältungen
  • bei Kopfschmerzen
  • bei chronischen Beschwerden und chronischen Entzündungen

Übrigens, wenn du das Wasser eingeführt hast, dann versuche, es so lange wie möglich in dir zu behalten. Der Darm hat eine Peristaltik, also eine Bewegung. In der Regel sagt man, dass man mindestens 3 dieser Peristaltik-Schübe aushalten soll (also den Einlauf in sich behalten soll). Erst beim nächsten Peristaltikschub dann ab zur Toilette.

Und was ich auch noch empfehlen kann ist, sich während des Einlaufs zu bewegen. Also wenn der Einlauf komplett im Darm drin ist,dann stehe auf und bewege dich. Spring hin und her, mache Dehnübungen oder mache Yoga. Ich vergleichedas gerne den Darm mit einer Glasflasche, wo Kakaoreste an den Wänden der Flasche verkrustet ist. Eine solche Flasche putzt du bestimmt auch, indem du Wasser und Spüli reintust, Deckel drauf und ordentlich schütteln. Genauso oder zumindest so ähnlich funktioniert das auch mit dem Darm 🙂

Noch ein kleiner Tipp:

Wenn du während des Fastens Symptome wie Kopfschmerzen, generelle Schmerzen, Unwohlsein usw. spüren solltest, dann mache nochmal einen Einlauf. Durch das Fasten werden Giftstoffe und Schlacken freigesetzt, die aus dem Körper raus müssen. Wenn sich zu viele Giftstoffe im Darm angesammelt haben und nicht gleich ausgeschieden werden, dann können oben genannte Symptome auftreten. Mit einem Einlauf sollten sie verschwinden.

Tag 2 bis Tag X: Fastentage

Natürlich fastest du schon am Tag 1! Je nachdem, für welche Art des Fastens du dich entschieden hast, bereitest du dir deine Mahlzeiten vor. Ich selbst mache mehrmals im Jahr ein Saftfasten. Die länge des Fastens bestimme ich am Anfang und halte mich dann genau an diesen Plan. Denn wenn man einmal im Fasten drin ist, dann ist es wirklich sehr schwierig, damit wieder aufzuhören. Das hört sich im ersten Moment etwas verrückt an, aber ist tatsächlich so.

Meiner Meinung nach sind die ersten 3 Tage die härtesten. Vielleicht fällt dir Tag eins noch nicht ganz so schwer, weil du noch voller Euphorie bist! Aber Tag 2 wird schwieriger und Tag 3 am schwersten werden. Wenn man das aber durchsteht und an seinem Fasten festhält, dann werden die folgenden Tage einfach werden.

Wichtig ist, dass man sich ein genaues Enddatum setzt, denn das „Fasten brechen“, also das Beenden des Fastens, ist schwierig. Man ist dann so sehr in seinem Element drin, man fühlt sich einfach nur großartig und könnte Bäume ausreißen, dass man mit dem Fasten gar nicht aufhören möchte. Deshalb, setze dir ein Enddatum!

Kleiner Tipp noch während deines Fastens:

Wenn dir kalt sein sollte und du während dem Fasten frieren solltest, dann erwärme dir ganz leicht deinen Saft (wenn du dich für das Saftfasten entschieden hast). Zusätzlich kann ich dir frischen Ingwertee empfehlen. Der wärmt sehr stark! Dazu in eine große Teetasse einige Scheiben Ingwer von der Knolle abschneiden und mit heißem Wasser übergiesen. Sobald es nicht mehr zu heiß zum trinken ist, zügig trinken. Damit wird dir auf jeden Fall warm werden!

Was auch noch wichtig ist während dem Fasten:
Verzichte bitte auf alle Fertigprodukte, Fertig-Gewürzmischungen oder Fertig-Zusammengestellte-Produkte. Ich glaube, du weißt was ich meine 😉 Je frischer alles ist, desto besser.

Und was ich dir auch noch empfehlen kann:
Wenn du während deines Fastens keinen Urlaub haben solltest und jeden Tag zur Arbeit gehen musst, dann bereite dir deine Mahlzeiten vor und nimm sie mit. Beim Saftfasten bereitest du dir einfach die Säfte gleich morgens für den ganzen Tag vor. Natürlich ist es besser, jedesmal den Saft frisch zuzubereiten, aber das geht oft nicht. Im Kühlschrank kann man sie gut aufbewahren und über den Tag dann trinken. Bereite immer nur soviel vor, wie du auch an dem Tag trinken wirst.

Falls du während des Fastens deinen Alltag bewältigen musst beachte bitte, dass dein Körper gerade sehr beansprucht wird. Und damit er alle Giftstoffe und Schlacken auch los wird, braucht er genügend Erholungszeiten am Tag. Versuche trotz deines Alltags den Stress ein bisschen mehr abzublocken und gönne dir Erholung.

Von Ärzten wird übrigens empfolen, dass ein Fasten nicht mehr als 21 Tage dauern sollte.

Tag X bis Tag Y: Fastenbrechen

An deinem vorher festgelegten Tag X, also dem Tag, wo du das Fasten beendest, sollte man ganz langsam wieder anfangen, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Und hier richtet sich die Dauer des Fastenbrechens nach der Dauer des Fastens. Wenn du z.B. 7 Tage lang gefastet hast, dann solltest du 2 Tage lang Fasten brechen. Das ist sozusagen wie eine Art Aufbaukur, wo du deinen Körper so langsam wie möglich wieder an Nahrung gewöhnst. Deine Verdauung und auch dein Stoffwechsel waren in der Zeit des Fastens in einem Schlafmodus. Durch das Fastenbrechen weckst du Verdauung und Stoffwechsel langsam auf, damit diese ganz behutsam wieder auf volle Kraft fahren können. Deshalb ist es wichtig, dass du in dieser Phase nicht direkt wieder in alte Essgewohnheiten fällst. Gehe es behutsam an!

Kleiner Tipp von mir:

Als erste „feste“ Nahrung im Fastenbrechen reibe ich mir gerne einen Apfel oder zerdrücke eine Banane und esse das ganz langsam. Im Fastenbrechen finde ich es sehr interessant, wie intensiv man jetzt den Geschmack der Lebensmittel wahrnimmt! Über den Tag verteilt trinke ich viele Kräutertees und am Abend mache ich mir dann auch mal eine Rohkostsuppe. Wobei ich darauf achte, dass die Suppe aus nicht mehr als 3 Zutaten besteht. Sonst wird es zu viel „durcheinander“ für den Darm.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Fasten!

Deine Rohkostlady

 

Übrigens werde ich am 8. März mit einem Saftfasten starten!

Wenn du Lust hast, dieses Saftfasten mit mir zu machen und deine Erfahrungen während des Fastens mitteilen möchtest, dann freue ich mich über jeden, der daran teilnimmt. Schreibe mir einfach oder hinterlasse einen Kommentar! Und wenn du ein Lieblings Saft Rezept hast, dann kannst du mir dieses gerne schicken und ich werde es hier veröffentlichen, natürlich nach ausgiebigem Testen 🙂 Haha!

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